Art & Geschichte

Ein Schloss für Kunstsinnige

In einem einmaligen historischen Rahmen werden im Schloss Spyker in den Salons, dem Restaurant und den Gästezimmern Kunstwerke aus dem 19. – 21. Jahrhundert von Künstlern wie Rodin, Lehmbruck, D. Giacometti, Chillida, Chagall, Christo, Dali, DeSoto, Tapies H.Janssen und vielen anderen, sowie wechselnde Ausstellungen von zeitgenössischen Künstlern wie K.Meixner und A.C. Schmetjen präsentiert.

Stuckdecken

1652 lässt der damalige Besitzer von Schloss Spyker Feldmarschall Carl Gustav von Wrangel die im gesamten baltischen Raum einmaligen, frühbarocken Stuckdecken in die Bel Etage einbauen. Sie sind eine Arbeit der Stuckateure Antonius Lohr und Nils Eriksson. Allen gemeinsam ist die vollplastische Darstellung der Figuren.

Im Foyer sind sie thematisch den vier Elementen Feuer, Luft, Wasser und der Erde zugeordnet.

Wie der Name schon sagt findet man im großen Salon Vier Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter dargestellt. Sie sind jeweils in einer Medailleform mit einer üppigen Detailfülle präsentiert. Garniert mit Fabelwesen wie einem Einhorn, aber auch sehr realistisch mit Rehen, Pferden, Vögeln, selbst kleine Eulen, die aus Baumlöchern lugen, Pflanzen und Ornamenten faszinieren sie den Betrachter in ihrer Dreidimensionalität.

Im kleinen blauen Salon ist aus der griechischen Mythologie das „Urteil des Paris“ zu sehen. In dieser Geschichte erscheint Paris eines Tages Hermes, der ihn bittet, auszuwählen, welche der drei Göttinnen Hera, Athene und Aphrodite die schönste sei. Paris trifft sein Urteil: Er entscheidet sich für Aphrodite, die ihm die Hand der schönsten Frau auf Erden versprochen hat. Die anderen beiden Göttinnen sind enttäuscht, Hera schwört Paris und den Trojanern ewige Feindschaft. Ihr Hass trägt zum Untergang Trojas bei.

Im Hochzeitszimmer und dem daneben liegenden Zimmer finden sich etwas weniger opulente, dennoch in ihrer Schlichtheit wunderschöne Frucht- und Vogelmotive.

Geschichte Schloß Spyker

Im 14. Jahrhundert wurde vermutlich ein als Speicher dienendes Gebäude errichtet. Spyker könnte abgeleitet sein von dem niederdeutschen Wort Spieker für Speicher.

Nach 1318
gehört das Gut zum Besitz der Stralsunder Patrizierfamilie von Kulpen.
1435
geht das Schloss in den Besitz der Familie von Jasmund über.
1648
Als Ergebnis des Dreißigjährigen Krieges fällt Pommern, und damit auch Rügen, durch den Westfälischen Frieden an Schweden. Die schwedische Königin Christine erklärt Schloss Spyker zum schwedischen Besitz und übergibt es als Dank für seine Kriegsverdienste Generalfeldmarschall Carl Gustav von Wrangel.
1650
von Wrangel baut das Gebäude zu seiner heutigen Form um und lässt die im gesamten baltischen Raum einmaligen, frühbarocken Stuckdecken in die Bel Etage, im 1. Obergeschoss, einbauen. Sie sind eine Arbeit der Stuckateure Antonius Lohr und Nils Eriksson.
1668
mehrere Wochen dauernder Aufenthalt der schwedischen Königin Christine.
1676
Carl Gustav von Wrangel stirbt auf Schloss Spyker.
1687
das Schloss fällt der älteren Tochter zu, worauf es durch Heirat in den Besitz der schwedischen Familie von Brahe kommt.
Beginn des 19. Jh.
französische Einquartierung, Spyker wird Gouverneurssitz Rügens.
1815
kommt das bis dahin schwedische Rügen zu Preußen und Schloss Spyker in den Besitz des Fürsten Wilhelm Malte I. zu Putbus. Es bleibt bis 1945 im Besitz des Fürstenhauses
Ab 1964
nutzt der FDGB (Freier Deutscher Gewerkschaftsbund) das Schloss als Ferienheim.
1994 / 1995
wird Schloss Spyker restauriert und in ein Hotel umgebaut
Seit 2006
Unter neuer Leitung präsentiert sich heute Hotel Schloss Spyker als ein Ort in dem sich die Schönheit der früheren Epochen mit modernem Ambiente und zeitgenössischer Kunst verbinden